Deine Daten – Deine Cloud Teil 1 Gastartikel by Stefanie Niemann

Deine Daten – Deine Cloud Teil 1 Gastartikel by Stefanie Niemann

Vor Jahren war ich immer neidisch auf die Leute, welche ihre Daten synchronisieren konnten, jedoch auch diese ausgelagert hatten.

Ich wollte diese Synchronisation auch gern und zwar so, dass meine Daten nirgendwo gespeichert werden wo ich keine Kontrolle habe. Nach vielem Hin-und-Her habe ich mich dann einfach mit der Eigenen Cloud beschäftigt. Natürlich hilft mir mein Beruf, da ich auch bei IT-Sicherheitsfirmen tätig war und besonders bei einer in England viel über Computer lernen konnte. Dieses Wissen half mir jetzt um meinen Traum der Eigenen Cloud zu verwirklichen.

Am Anfang habe ich mit Windows gearbeitet – Linux kannte ich bereits schon – und irgendwann kam ich zum „Apfel“.

Aber egal welches System Du nutzt – Du kannst Deine Eigene Cloud nach Deinen Wünschen und Vorstellungen umsetzen!

Was brauchst Du für Deine Eigene Cloud?

Am Anfang war es bei mir Trial und Error und ich habe viel Geld aus den Fenster geschmissen um meinen Workflow zu perfektionieren und so zu gestalten wie ich das wollte. Besonders bei den Programmen bin ich des Öfteren reingefallen, weil diese nicht das machten, was ich erwartete und bei Windows- und IOS-Software kam eine Menge Geld zusammen.

Dies kann ich Dir ersparen indem ich Dir heute ein paar Voraussetzungen für Deine Eigene Cloud aufzeige, welche nicht all zu teuer sind:

Dein Einstieg in die Eigene Cloud

Für Deinen Einstieg zur Eigenen Cloud benötigst Du weder spezielle Software, noch ein High-End-Gerät.

Wichtig ist jedoch Deine Planung vorab, was Du erreichen möchtest und was Du hierfür benötigst. Persönlich habe ich mit der Synchronisation von Daten, Kontakten und Kalender angefangen und dann weiter ausgebaut.

Hardware (Hol Dir Deine)

Es ist wichtig das Du Dir Deine HDD genau aussuchst, da diese ein Teil des Herzstückes Deiner Eigenen Cloud wird. Solch eine Festplatte sollte besonderen Anforderungen gerecht werden:

Langzeitlaufzeit
Dies ist wichtig, dass Deine zukünftige HDD auf einen Dauerbetrieb getestet wurde, da Du diese wahrscheinlich 24/7 nutzen wirst.

Bitte nicht stören
Sie sollte auch leiste und geräuscharm laufen, so dass Du nicht in Deinem Wohnzimmer – oder wo auch immer – diese Anhören musst.

Interner Cache
Dies führt dazu, dass Deine Daten schneller bereitgestellt werden können.

Größe spielt nicht die Hauptrolle
Bei der Größe Deiner neuen HDD kannst Du diese abwägen ob Du nur einmal Testen möchtest oder ob Du jetzt schon bereit bist alle Deine Daten nach Hause zu holen.

Deine neue HDD gibt es bereits unter EUR 80 zum Beispiel auf Amazon von WD Red oder anderen Anbietern. Ein Vergleich lohnt sich.

Das NAS (Daten wieder nach)

Wie schon erwähnt muss es nicht das teuerste sein, um Deinen Einstieg zu gewährleisten. Für den Anfang reicht bestimmt ein NAS mit zwei Festplatten aus.

Auch der RAM mit 512MB ist ausreichend, solange Deine Internetverbindung schnell genug ist (dort wo das NAS mit Deinem Router verbunden wird).

Natürlich gibt es auch NAS von QNAP oder Synology welche Dir sogar Virtualisierung, Streaming von Videos etcetera anbieten – aber auch hier kommt es auf Deine Planung an, welche Wünsche Du hast und wie Dein jetziger Workflow aussieht. Denn Du möchtest, wenn möglich, nicht viel an Deinen jetzigen Workflow ändern – außer Deine Produktivität kann gesteigert werden.

Auch hier lohnt sich ein Vergleich von Anbietern! Viele NAS kommen gleich mit einer HDD zusammen und somit kannst Du nochmals Sparen. Angebote auf Amazon kannst Du hier finden.

Deine Internetverbindung zu Hause

Umso schneller Deine Internetverbindung zu Hause ist, desto schneller kannst Du Synchronisieren und auf Deine Daten zugreifen. Eine Leitung mit 50 Mbit und alles darüber ist super geeignet.

Einige meiner Leser haben auch (noch) eine Leitung mit 16Mbit und können super Synchronisieren; jedoch das Herunterladen von Dokumenten dauert etwas länger – was subjektiv ist.

Router

Natürlich benötigst Du auch einen Router um Dich mit dem Internet zu verbinden. Persönlich schlage ich die Fritz!Box vor, da hier alle Änderungen – welche Du für Deine Eigene Cloud brauchst bereits vorhanden sind.

Natürlich kannst Du jeden anderen Router nutzen aber bitte achte auf die folgenden Möglichkeiten Deines Routers:

Portweiterleitung,
DNS,
automatische Updates
sind die wichtigsten Dinge, welche Du frei konfigurieren können solltest, dann sind auch keine Grenzen für Deine Eigene Cloud vorhanden.

Die mein Tipp für Deinen Anbieter

Viele Internetanbieter haben einen neuen Standard „entwickelt“ um wahrscheinlich ihre Kosten geringer zu halten – das sogenannte DSL-Lite.

Besonders bei Kabelanbietern – aber auch bei anderen Anbietern – ist dieses DSL-Lite jetzt zum Standard geworden. DSL-Lite heißt, dass die öffentliche IP mit vielen anderen Kunden genutzt wird und erst durch die IPv6 Deinem Netzwerk zugeordnet wird.

Du möchtest aber Deine Daten auch von unterwegs synchronisieren und darauf zugreifen können, daher benötigst Du Deine öffentliche IP im Format IPv4.

Ob Du DSL-Lite hast oder nicht siehst Du meistens an Deinem Router ob dort eine IPv4 vergeben wurde und bei DSL-Lite wird noch ein Hinweis angezeigt.

Einfach Anrufen!

Solltest Du ein DSL-Lite-Anschluss haben, dann rufe doch einfach Deinen Anbieter an – am Besten gleich zum technischen Support verbinden lassen. Sage diesem dass Du einen DSL-Stack haben möchtest, da dieser Dir als Kunde „normalerweise“ zusteht.

Bei mir – mit Vodafone (Kabel Deutschland) – nach meinem Umzug und ersten Anruf beim technischen Support hat dies gerade 15 Minuten gedauert und ich hatte meine „eigene“ öffentliche IP.

Auch bei Kunden von UnityMedia, Telekom, Arcor etcetera ist dies möglich – auch wenn einige Anbieter sich schwer tun sollten – steht Dir als Kunde Deine IPv4 zu. Einfach dranbleiben und Deinen Anbieter nerven, wenn er sich querstellen sollte.

In meinem nächsten Artikel am 28.10.2018 dieser Serie geht es um die Software und Backupstrategien in Deiner Eigenen Cloud.

 

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