Erledigen ohne Erledigt zu sein – Das Paretoprinzip

Erledigen ohne Erledigt zu sein – Das Paretoprinzip

Das Paretoprinzip hilft mir mehr mit weniger Aufwand zu schaffen? Ich weiß, auf den ersten Blick wirkt die Überschrift verwirrend.

Es geht aber darum, dass du deine Daily Tasks erledigt bekommst ohne dich zu übernehmen oder zu überfordern.

Eine Methode, die ich selber auch schon tief in meinem Mindset verankert habe, ist das Paretoprinzip. Andere kennen es auch unter der 80/20 Regel.

Diese Methode bietet, schlimmer als andere Methoden finde ich, sehr viel Freiraum für Schludriane. Aber wir sind ja alle hier um zu lernen wie wir effektiver und effizienter lernen, leben und arbeiten können.

Das Paretoprinzip

Ursprünglich wurde das Paretoprinzip von Vilfredo Pareto entwickelt. Er untersuchte dabei einen soziologischen Ansatz. Und zwar ging es darum zu erfahren, ob nur ein geringer Anteil der Gesellschaft den größten Anteil an Land besaß.

Nunja ob es nun auf den Punkt genau 20% der Gesellschaft war, die 80% der Fläche besaßen weiß ich nicht. In vielen Bereichen trifft dieses Gesetz jedoch sehr genau hin.

Ende der 80er Jahre wurde auch festgestellt, dass 20% der Bevölkerung etwa 80% des weltweiten Vermögens besitzen.

Beide dieser Berechnungen haben sich im Laufe der Jahre verändert sodass anstelle von 20% nun eher 1% zu 99% in Relation stehen.

Ein paar andere Beispiele für das Prinzip sind:

80% Unternehmensumsatz wird meist nur durch 20% der Produkte erreicht.

80% deiner Anrufe die du führst werden mit 20% deiner Kontakte geführt.

80/20 Umsetzung im Zeit- und Projektmanagement

Die Umsetzung findet vor allem im Bereich der zu erkennenden Prozesse statt. Sobald diese erkannt und verschriftlicht werden kann untersucht werden welche Prozesse gestrichen werden.

Damit wird besonders dem Irrtum der Perfektion entgegen gewirkt. Das Ziel hinter der Anwendung des Paretoprinzips liegt nun mit wenigen, bedeutenden Schritte das beste Ergebnis zu erzielen.

Ein passender Satz dazu ist, dass 80% erzielt werden mit 20% Aufwand.

Genau an dieser Stelle werden sich bei der Anwendung zwei Personengruppen trennen.

  1. Die Menschen die das Paretoprinzip nutzen um ihre Faulheit zum Ausdruck zu bringen und fortan keine Leistung mehr bringen.
  2. Die Menschen die ihre Arbeitsschritte überprüfen, optimieren und fortan weniger Arbeit in ihre eigentliche Arbeit stecken, dafür aber mehr Zeit in andere Projekte und Bereiche investieren können.

Fazit inklusive einem Beispiel

So wir hatten jetzt viel wissenschaftlichen Klatsch (eigentlich nicht wirklich mein Ding) weswegen wir uns nun dem praktischen zuwenden.

Ich habe 2016 in einem ziemlich bekannten, großen Modeunternehmen gearbeitet. Im Kundenservice konnte ich allerdings in der kurzen Zeit nicht vor Glück schreien. (Falls jemand die Werbung kennt, weiß man jetzt wo ich gearbeitet habe)

Wir hatten die Vorgabe neben Telefonaten auch E-Mails zu bearbeiten und wöchentlich ein Ergebnis von 80% zu erreichen.

Wie genau sich die Zahlen zusammentragen weiß ich nicht mehr. Ich kann dir aber versichern das 80% bei guten Performern locker möglich waren.

Nachdem ich in den ersten Wochen also getestet habe wie sich meine Leistungen entwickeln, habe ich irgendwann nur noch etwa 20% meiner Arbeitszeit damit verbracht effektiv zu arbeiten.

Wieso?

Weil ich meine 80% erreicht habe. In der restlichen Zeit habe ich meinen Kollegen geholfen, andere Prozesse überprüft und optimiert an meine Teamleiterin weitergeleitet.

Nunja was soll ich sagen. Nachdem ich 1 1/2 Monate im Unternehmen war, Evernote und einige Anwendungsmöglichkeiten in der Managementebene etablieren konnte, wurde ich entlassen.

Ich sei nicht motiviert genug für den Job, hieß es.

True Story! Zeigt aber, dass man einiges mit der richtigen Nutzung des Paretoprinzips erreichen kann.

Ein weiteres Beispiel ist mein Blog. Ich könnte jeden Blogpost nehmen und durch eine Wortanalyse laufen lassen. Am besten auch noch durch mehrere Rechtschreibprüfungen. Und natürlich sollten auch noch 10 Testleser vorher lesen ob es gut ist.

Am Ende veröffentliche ich dann einen Text der zu 0,001% den Inhalt und Seele besitzt wie am Anfang. Klingt ziemlich doof oder? Finde ich auch. Aus diesem Grund habe ich eine Idee. Schreibe in 1-2 Durchgängen (Je nach erbrachter Konzentration und Zeit.) und füge nur noch Bilder hinzu wenn benötigt. Danach geht es zu Veröffentlichung.

Ich habe dann ganz klar mehr Zeit für andere Sachen wie Marketing oder meine Familie.

Hast du ähnliche Erfahrungen gemacht? Und wie stehst du dazu? Sag uns deine Meinung in den Kommentaren.

Bis dahin, keep going!

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